52. Das zweite Jahr

Winterlager

Unterwegs war ich von Ende November 2023 bis Ende April 2024, auf der LIZZY von 5. Dezember bis 17. März.
Netto hab ich Luftlinie zwar nur 658 nm (1220 km) zurückgelegt, aber in einen zweiten Ozean zumindest hineingeschnuppert.

Curaçao war ein wenig wie Heimkommen: Moritz war wieder da, das Abendessen mit ihm grandios. Die Fahrt mit Ina nach Cartagena (Charlie, der Jens‘ traurige Geschichte zuende erzählte), Heiligabend und Sylvester dort. Cocos Bandero  und der Rest von Kuna Yala – kurz, aber intensiv. Der Panamakanal, seine Vorbereitungen und seine Durchfahrt, sicher ein Höhepunkt. Taboga, Otoque und die Perleninseln mit Odysse. Ganz anders als in der Karibik: trübes Wasser, Tiden und Strömungen sind zu berücksichtigen, Pazifik eben. Die jagenden, im Sturzflug fischenden Pelikane. Fischende Fischer und keine Piraten. Der Buschbrand auf Otoque. Danach waren wir über Tage das einzige Segelboot an jedem Ankerplatz, in Boca Grande, vor La Palma, im Rio Iglesias, vor Playa del Merced. Im Darién dominierten Goldgräberstimmung und Urwaldgeräusche. Zwei Tage und zwei Nächte ohne Antrieb durch das Fahrwasser zum Kanal und zwischen unzähligen verstreut liegenden Inseln hindurch waren eine Nervenprobe nach Vacamonte (wo sie sich heute noch an Odysse und die ELLI erinnern). Und dann drei lange Wochen Warten und Bangen, ob der Motor wieder hinkommt, ob ich einen sicheren Platz für die gute alte LIZBETH finde. Im Augenblick sieht alles danach aus. Die Rückreise war lang und kompliziert. Der Amazonas, unverzichtbarer Eintrag auf jeder Traveller-Wunschliste. Die Dünenseen bei Barreirinha, eine unvorhergesehene, überwältigende Überraschung. Die Busfahrt nach Süden. Und Rio de Janeiro zum Abschluss. Welch eine Wucht von einer Stadt.

Gästebuch

Manuel und Alex (Linehandler) vor der Puente de los Americas
Niño (mit Daum und Kölntasse)

Lobende Erwähnung: Victor in Playa del Merced
und die Besatzung der AMAZON STAR. 

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