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(in umgekehrter Reihenfolge)

IX. Ende – 53. Panamá, no mas.

Aus der Traum Bin mit ziemlich konkreten Plänen angereist: Weil Paula erkrankt ist und sich einer Chemotherapie unterziehen muss und ich nicht die Nerven habe, sie dabei alleine zu lassen, werde ich meine Reisepläne umwerfen. Die nächsten zwei Jahre möchte ich nicht lange unterwegs sein. Also werde ich für die ELLI eine Möglichkeit suchen, sie…

52. Das zweite Jahr

Unterwegs war ich von Ende November 2023 bis Ende April 2024, auf der LIZZY von 5. Dezember bis 17. März.Netto hab ich Luftlinie zwar nur 658 nm (1220 km) zurückgelegt, aber in einen zweiten Ozean zumindest hineingeschnuppert. Curaçao war ein wenig wie Heimkommen: Moritz war wieder da, das Abendessen mit ihm grandios. Die Fahrt mit…

51. Drei Tage und drei Nächte

… sind sehr lang. Brasilien ist eben endlos groß. 4000 km von Freitagabend 1830 bis Montagabend 1800 zurückgelegt bzw. erduldet. Rote Erde, grünes Land, blauer Himmel. Dies müsste, wenn es mit rechten Dingen zuginge, das reichste Land der Welt sein; riesig, fruchtbar, Bodenschätze, freundliche Menschen. Im Norden flache, feuchte Ebene, im Zentrum Hügelketten mit weiten…

50. São Luis & Lençóis maranhenses

(Mo, 25.03.), São Luis, Maranhão [Maranjáo]Morgens, noch in Belém, hatte ich Stress, Geld zu kriegen: „not sufficient funds“, meldete der Geldautomat. Auf beiden Kreditkarten. Die gute alte Kontokarte musste es richten: Maestro. Sonst wäre ich verloren gewesen. Aber es hat geklappt. Junior habe ich RS 3200 übergeben, das Restgeld für meine Reise, Armstrong sollte beruhigt…

VIII. Amazonas & Brasilien – 49. Trübe Wasser

(Do., 21.3.) 18 Stunden pro Tag in der Hängematte liegen hört sich nach Erholungsurlaub an. Ist jedenfalls sehr ruhig (bis auf das Motorbrummen, Tag und Nacht). Eine Fahrt den Amazonas hinab ist der Traum aller Weltenbummler – Harald Schmidt hat sie in seinem Gap-Year nach Ende seiner LateNightShow auch gemacht. Und volksnah ist die Sache…

48. (Abschied von) Vacamonte

Oder eigentlich besser: Abschied von der guten alten Elli, für hoffentlich (nur/mindestens) neun Monate, schnief. Donnerstag, 14.03., hab ich früh getankt in der Marina Flamenco, Schulden bezahlt, bin losgefahren. Ereignislos bis mittags nach Vacamonte motort. Beim Torre angemeldet. Kommt mir Niño schon entgegen (Meine Sorge, ihn vielleicht nicht wiederzuerkennen war also völlig unbegründet; außerdem steht…

47. Tiefes Loch und Höhenflug

Mittwoch, 13.März. Alles ist gut. Der Motor läuft, spuckt auch kein Öl mehr aus, ist in besserem Zustand denn je. Es war ein steiniger Weg bis hierher. Spoileralarm: Im folgenden kommen jede Menge technischer Details, nicht wirklich interessant. Aber für mich stellen sie im Augenblick das Wichtigste in meinem Alltag dar. Und bestimmen meine Stimmungen.…

46. Luxusyacht ERZEBET

Als Odysse letzte Woche im Bankenviertel herumspazierte und sich die Luxusgeschäfte ansah, kam er auch am Büro eines Immobilienmaklers vorbei.  Und ging rein. »Where are you staying?« war eine dessen erster Fragen. »Oh, on a boat in the Yachtclub«, gab Odysse zurück. Anscheinend eine angemessene Antwort, denn danach hat er Angebote für Kaufappartments in der Innenstadt…

45. Zwei Tage und zwei Nächte

Warten auf Oswaldo (Do., 22.2. Flamenco Marina (wieder), Panamá, Panamá.)Oswaldo, der Bootsbauer aus Playa del Merced, hatte uns zugesagt, uns am Morgen zu helfen und uns aus der Flussmündung zu schleppen, weil der Wind zuletzt genau gegenan stand. Morgens um acht war vereinbart, nachdem er vom Fischen zurückkäme. Wir waren seit halb acht bereit. Um…

44. Golfo de San Miguel

Rosenmontag, 12.02. Rio Iglesias (ein Nebenfluss des Rio Sabana). Der Flussarm ist kaum fünfzig Meter breit, wir liegen zwischen Mangroven, aus dem Dschungel dahinter krächzen Vögel, ansonsten himmlische Stille. Der Ankerplatz ist paradiesisch. Ab und zu tuckert ein Einbaum vorbei, eine Meile den Fluss hinauf ist ein Umschlagplatz mit vielen Autos und einem Green Warehouse, wo…

VII. Pazifik – 43. Bucht von Panamá

Flamenco Marina, Panamá Sonntag, 28. Januar. Hafenkino–Nachteinfahrt. Kommt eine schöne Yacht, vor ihr der Marinero im Motorboot, der sie einweist. Anscheinend liegt der Steg am Liegeplatz nicht auf der erwarteten Seite. »Lines on the other side.« Der Skipper klingt beherrscht, kühl. Seine Frau auf dem Vordeck quiekt aufgeregt. Vielleicht kann sie die Leinen nicht schnell genug…

42. Colón y Canál

Colón, die Stadt am Eingang zum Panama-Kanal (auf der Atlantikseite) sieht aus wie nach einem Bürgerkrieg (oder einem Großbrand) nur unvollständig aufgeräumt. Ausgebrannte oder verfallende Ruinen mitten im Stadtzentrum. Aber die Panameños (Panamaner?) machen den desolaten Eindruck mehr als wett: freundlich, lebensfroh, zugewandt. Eigentlich ist es eine sehr sympathische Stadt, wenn einen ein wenig Verfall…

41. Oh, wie schön ist Panama!

Sa., 13. Jan., Shelter Bay Marina, Colon/Panama. Segelreisen sind Stress. Heute früh um 07:45h im Büro der Marina mit dem Elektriker telefoniert – mein europäischer Stromanschluss passt nicht an die (Us-amerikanischen) Steckdosen der Marina. 08:00 den Bus in die Stadt genommen, der mich zur Citibank bringen soll, wo ich meine Ersparnisse einzahlen wollte, um den Transit…

40. Jahreswechsel

Alles Gute zum Neuen Jahr! Sylvester in einem spanischsprachigen Land ging selbstverständlich nicht ohne Party ab. Alle Boote draußen, beschallt und beleuchtet, die Partybusse kreisen lautstark um die Altstadt, auf dem Platz vor dem Glockenturm am Rand der Festungsmauer sammeln sich die WurstbraterInnen, Teigtaschenfrittierer, Scampi-Cocktail-Bereiterinnen und Bier -und Wasserverkäuferinnen. Dazwischen Spiderman, Robocop und Superninja, die für…

39. Nach Cartagena de Indias

Ein höchst unerwünschtes Weihnachtsgeschenk Mi., 27.12.2023, Cartagena de Indias. Es ist viel passiert: Sausefahrt von Curaçao hierher, Nachtankunft drei Uhr morgens, Ankermanöver zwischen Partybooten und Feuerwerk (Heiligabend), Anker nicht gehalten, zweihundert Meter zwischen anderen Yachten hindurch getrieben, eine Beinahe-Strandung … Aber lieber von Anfang an: Freitag, 15.12. Ina kommt an, anderthalb Stunden Verspätung, schon von…

38. Curaçao (wieder)

Do., 14.12., Curaçao. Inzwischen bin ich schon über eine Woche hier, die Mosquitoes sind nicht viel besser geworden, aber ich hab mich dran gewöhnt. Denn bei geschlossenen Luken zu schlafen, ist absolut unerträglich. Es ist Regenzeit, schwül und heiß und ab 10:00h morgens schon nicht mehr auszuhalten. Bis neun und ab 17:00 sind so ungefähr…

VI. Nach Panama – 37. Vertraute Gewässer

Freitag, 24. Nov. 2023, 18:00h. Der erste Sonnenuntergang über dem Meer. Wieder. Aber ganz anders: ewig lang, fast ohne Bewegung. Reisen auf einem Kreuzfahrtschiff sind mit Segelreisen nicht zu vergleichen. Alleine der Auslauf: Heute (Samstag) neun Uhr früh: Morgenspaziergang, 25 Minuten auf der Joggingstrecke (180m, Deck 11) rund um den Zuluftkamin am Heck des Schiffes…

36. Das erste Jahr

Curaçao, Mo., 24.04. Filmen ist gar nicht so einfach. Muss ich bei André Abbitte leisten. Gestern war ich nämlich Schnorcheln und GoProFilmen am Jeremi Beach, Empfehlung u. a. von Melisa, der guten Fee im Büro der Curaçao Marina. Gordon und Louise vom Nachbarboot hatten einen Wagen gemietet und mich bis zur Busstation in Otrabanda mitgenommen.…

35. Curaçao

Piraten! (Aber nur als Pappfiguren: Wallilabou ist die Bucht, in der der erste Teil von Fluch der Karibik gedreht worden ist (jedenfalls ein paar Außenaufnahmen). (Ostermontag, 10.04.) Die Fahrt von Fort de France hierher war alles andere als trivial. Erstmal zwei von drei Manövern verkackt: Ablegen gegen den Wind, Motor schiebt gut gegen die beiden…

34. Marina Z’abricots (noch immer)

Rauchen aufhören Hab ich mir schon seit letztem Jahr vorgenommen (und möglichweise sogar hier drüber geschrieben?). Muss jetzt aber wirklich sein. (Textteile fehlen!) Hat nicht geklappt.Gestern früh Öl und Wasser im Motor kontrolliert (ca. halbe Tasse Diesel in der Motorbilge, hab ich gelassen). Verlorene Latte im Großsegel: war nicht zu flicken, Lattentasche ist ausgerissen, muss…

33. Z‘abricots

Mo., 03.04. Marina Etang Z’abricots, Fort de France, Martinique, wo ich seit Donnerstag abend liege.Martinique ist wunderschön. Heftig grün, dschungelüberwucherte Berge und Schluchten, zerklüftet, Berg&Tal (kein Ort für Radfahrer, sorry, André) überall wachsen Bananen und anderes Grünzeug (die Felder sehen aus wie Hopfen, Drahtnetze hoch oben, aber keine Ahnung, welche Früchte darauf wachsen). Außerdem Zuckerrohr…

V. Karibik – 32. Martinique

Le Marin Di., 28.03.2023, Port du Plaisance, Marina au Marin, Martinique. Der Arbeitsplatz im Workspace blue-working liegt über dem Hafen, Blick auf die Marina und (irgendwo in der Bildmitte) auch auf die LISBETH. Und kostet € 25 am Tag, Wifi und Strom (und Kaffee) inklusive. Superpraktisch.Wir haben die zweite Nacht an einer Boje verbracht, jeden…

31. Ab Mindelo

Shida Bazyar: Nachts ist es leise in Teheran. Höchst beeindruckendes Debüt: stilsicher eigene Stimme, Figurenstimmen glaubhaft und unterscheidbar, bewegende Geschichte, organisch strukturiert erzählt. Und, trotz superschwierigem Thema (zerplatzte Lebensträume) dennoch stimmig (märchenhaftes) positives Ende gefunden. Wunderbar (fing mich aber erst beim zweiten Mal anfangen).Oliver Schröm (Ulmer Autor!): Die Cum-Ex-Files (wieder). Funktioniert auch beim zweiten (oder…

30. Achteinhalb Tage

Richtung Kapverden Samstag, 11. Februar war es endlich soweit. Am Nachmittag sollten die Winde auf Nord-Nordost drehen, evtl. kleine Flaute, dann die ganze Woche in unsere Richtung, teilweise bis Bf 7. Aber stets achterlich. Eile hatten wir also keine. Marlene ging letzte Einkäufe tätigen, Gustave und ich bereiteten das Rigg für Passatbesegelung vor. Um halb…

29. Sonntagabend im Starkwind

Das Ende der Reise Sonntagabend (22.01.23). Bevor es dunkel wird, haben wir beigelegt [Das Schiff mit back stehendem Vorsegel quer zum Wind treibend zur Ruhe gebracht] und zwei Reffs ins Groß gebunden. Als wir wieder lossegeln wollen, hat sich die Fockschot vom Vorsegel gelöst, es flattert im Wind wie wild. Der braunrote kleine Flieger lässt…

28. Willkommen bei den Potheads

Hart ist das Leben der Boat-Hitchhiker. Dumpster diving [containern], Leben am (Geld-)Limit im Camp, jeden Tag Party oder Jam Sessions am Strand, all die Drogen, die genommen oder geraucht werden müssen, damit sie nicht in Kinderhände geraten … Alle sprechen hervorragend Englisch und Spanisch. Und alle (zumindest in meiner Crew) kochen wie die Weltmeister.Adam (heißt nicht…

IV. Atlantik – 27. Ab Cádiz (wieder mal)

Am Mittwoch (18.01.) hat das Wetter gepasst, immer noch starker Wind, aber der sollte sich laut Vorhersage am Nachmittag legen bzw. schwächer werden. Und von da ab mal stärker, mal schwächer exakt in unsere Richtung wehen:  zu den Kanaren hin. Den ganzen Vormittag schlechte Vorzeichen (für abergläubische Seefahrer): beim Aussteigen über Leine gestolpert, Kaffee verschüttet, der…

26. Kanaren (aber nur mit der Fähre)

Die Sonne geht hinter Fuerteventura unter, Delfine springen um den Bug der Fähre, in der Ferne blasen Wale, dahinter landet ein Flieger nach dem anderen (dazwischen starten welche, beinahe im Minutentakt). Und dann geht auf der anderen Seite auch noch tiefrot der Mond auf – Ferienende auf den Kanaren. Ich bin auf der Rückfahrt nach…

25. (Zurück) nach Cádiz

Zum Estrecho ((Meer-)Enge=Straße von Gibraltar) Fr., 16.12., Motril. Mittags Salonbilge ausgeschöpft (3 ¾ Eimer, ca. 15l) und zum Fischereihafen (Deposito) gefahren (Fahrrad, gibt’s bei der Marina umsonst, weil sie ziemlich außerhalb liegt, halbe Fahrradstunde, teilweise bergauf. Außerdem macht der nähergelegene Zugang zum Hafengelände abends zu und man ist auf einen ziemlich entfernten Zugang angewiesen, der…

24. Richtung Kanaren mit Paula

Montag (5. 12) abends halb elf wieder in Almerimar angekommen. Die Marineros haben die Leinen zusätzlich befestigt, muss wohl Sturm gegeben haben. Dienstag Mittag kommt Victor aus Cartagena, zwei Stunden Fahrt, fährt am selben Abend wieder zurück. Trotzdem schön. Mittwoch Mittag ist Marco, der Elektriker angesagt, der den elektronischen Windanzeiger repariert hat. Ihn aber inzwischen…

23. Im Superyachthafen Malaga

Dienstag (08.11.), 02:17h (!!). In Málaga soll es, sagte mir der Hamburger vom Nachbarboot in La Linea, ein völlig leeres neues Hafenbecken geben, wo man gut (und umsonst) ankern kann. Auf Karte und Navionics finde ich nur einen erweiterten alten Flusslauf, außerhalb und neben dem Industriehafen. Die Marina liegt ebenfalls ab vom Schuss (und hat…

22. Straße von Gibraltar

Überraschung: Marbella liegt am Mittelmeer Na, das war nun keine Überraschung. Aber wie viel sich verändert hat auf den knapp über 40 nm seit Gibraltar: Marinas (heißen nicht mehr so) sind ausgebucht, Yachten von 10m nehmen sie überhaupt nicht (»wir haben nur Liegeplätze für Yachten ab 12 m«, die Snobs), keine Schwimmstege (weil: (so gut…

21. Ab Cádiz

Do, (27.10.), 23:00h. Anscheinend jeden Abend üben an der Strandpromenade, gegenüber vom Containerhafen (wo sie niemanden stören) die Mitglieder eines gigantischen Blasorchesters, sicher 150 Mensch (auch Frauen) stark, alle Instrumente, vier- bis zehnfach besetzt, mit ultrahohen Sopran-Trompeten, die sich über Ventile halb- oder vierteltonweise verstellen lassen und Tubas und Posaunen und Trompeten und einer viel…

20. Nach Cádiz

Am Ende haben die Jungs den Bogen dann doch noch überspannt (zu niedriges Gebot und dann auch noch Zeitdruck gemacht). Jedenfalls sind sie jetzt als Kontakt bei drei Engländern (Andy, Andrew und ein Berufstaucher irgendwo am anderen Ende der Welt) gesperrt. Tja, Fortuna ist eine launische Dame. Spät am Nachmittag (die Nachtfahrt war geplant) in…

19. Ein Wunder von einem Abenteuer inmitten eines Abenteuers

Wolfgang Herrndorf Arbeit und Struktur. Auch beim Wiederlesen groß und bewegend. Schrecklich natürlich, dass einer erst sterbenskrank werden muss, bevor er zu einem produktiven (druckbedingt hastigeren, oberflächlicheren) Schreibtempo findet. Bestätigt natürlich das hoffentlich falsche Vorurteil, dass nur große persönliche Tragik große Kunst hervorzubringen imstande ist. Dass er Tschick schon unter dem Bewusstsein seines Todesurteils geschrieben/fertiggestellt…

18. Ab Oeiras

Vasco da Gama Der Entdecker des Seewegs nach Indien ist in Sines [„Síndsh“] allgegenwärtig. Nach ihm ist der halbmondförmige Sandstrand im süßen Stadthafen (heute von riesigen Industriekais und Wellenbrechern umbaut) benannt, in dem auch die Marina liegt, darüber die Festung, in der sein Vater Bürgermeister war, daneben die Kirche, in der er mit elf oder…

17. Nach Lissabon

Willkommen zu den höchsten Wellen der Welt … steht über dem stählernen Torbogen, gleichzeitig Sperre für den Autoverkehr, vor den letzten anderthalb Kilometern steile Landstraße hinunter zur Festung, dem Aussichtspunkt und Leuchtturm („Farol“), über der Brandung bei Nazaré, magischer Ort für Wellensurfer und You-Tube-Afficionados wie mich. Um sechs nachmittags in der Marina Nazaré angekommen, superfreundlicher…

16. ab Vigo

Vigo 3.10. Anscheinend immer, wenn ich nach einer Nachtfahrt irgendwo ankomme, ist die Stadt am nächsten Morgen im Sonnenschein strahlend schön. Vigo macht da keine Ausnahme. Die Fahrt von Finisterre hierher war 10 (von 10): günstiger Wind, keine Wellen, die Segel schlafen, Sonnenuntergang, Sternenhimmel, halber Mond hängt freundlich schief und wirft festliche Reflexe aufs Wasser…

III. Spanien – 15. La Coruña

Sonntagvormittag eine Runde durchs Städtchen gedreht, Cafe con leche, Kippen, Frühstück in der besten (Eigenwerbung) winzigen Bäckerei an der Plaza do Xeneral Azcarraga geholt, wunderschöne Altstadt, Vormittags noch menschenleer. Ausführlicher Mittagsschlaf, Großfall (verhakt sich am Radarreflektor im Mast) klargemacht, Klo (vollgelaufen, pumpt nicht ab, Riesensauerei) kaputtrepariert, Gasherd dito. Abendessen an der Plaza, gebratene Sardinen, gegrillte…

14. Biskaya

Bekalmt auf der B. Blauer Himmel von Horizont bis Horizont, die letzten beiden Frachter verschwinden gerade über die Kimm [Horizont, auf dem Meer nur wenige Meilen (6?) entfernt], die Sonne steht tief, putzt sich die Zähne und macht sich zum Schlafengehen bereit, ein laues Lüftchen schiebt die gute Lisbeth gemächlich voran (1,5 kn, Spaziergangsgeschwindigkeit), keine…

13. Plymouth

Und dann stirbt auch noch die Queen … Am Donnerstag (8.9.) um halb fünf zufällig (?) Radio eingeschaltet. Die BBC sendet auf allen Kanälen weltweit ein und dasselbe Programm: aktuelles Magazin zum Tod von Elizabeth II. Sie ist im Geschirr gestorben, zwei Tage zuvor hatte sie noch den alten Premierminister verabschiedet und die neue begrüßt…

II. Nach dem Bruch – 12. Nach Dartmouth

Ende August ging die Elizabeth wieder ins Wasser und lief sogar fast eine halbe Stunde aus eigener Kraft. Beweise? Hier: Nachträge: Seit 7. Juni war ich im Gästeappartment der East Cornworthy Farm untergebracht, bei der Familie, die Blackness Marine betreiben. Zwei Minuten Fußweg zum Schiff, sehr praktisch. Das Wochende 11./12. Juni mit Gareth, Lisa, Zac,…

11. Ab Worbarrow Bay

Alles ist ruhig – bis ein Sturm aufkommt, ausgerechnet aus der einzigen Richtung, in der das Schiff ungeschützt ist. Geht nicht gut aus.

10. Ab Portsmouth

Durch den Solent Jaab legt um 10:30 ab, ich eine Viertelstunde später (Wir lagen im Päckchen [das zweite Boot macht nicht am Steg, sondern an einem Boot fest, das am Steg liegt], ging nicht gleichzeitig). Übler Seitenwind, war aber mit einer zusätzlichen Leine zu machen. Im Hafen und vor allem draußen ist die Hölle los.…

9. Südküste Englands (bis Portsmouth)

Das schuldige Kabel Da liegt es, Bikinizone am rechten oberen Ende. Räkelt sich das kleine Ding nicht arg extra-unbeteiligt in der Sonne (um sein Schuldbewusstsein zu kaschieren. Oder kommt nur mir das so vor?)? Hilfe, ich bin berühmt! (aber bei den falschen Leuten) In Gravelines ist am folgenden Tag das Hafenpolizeischlauchboot aufgetaucht, hat im Hafen…

8. Französische Nordseeküste

Gegen den Wind – aber in schön.  Samstag, 14. Mai, der beste Tag bis dahin (für mich) Wenn wir die Tidenströmung ausnützen wollen, müssen wir früh los, hat uns der freundliche Hafenmeister Francis in Zeebrugge beraten. Also im Morgengrauen losgefahren, wir wollten Land gewinnen (darf man das überhaupt noch sagen, wenn Krieg herscht?) Nina und…

I. Auf der Nordsee – 7. Ab de Heen

Sonntag, 8. Mai 2022 Der schlechteste Ableger der Welt Fünf Handykameras waren am Start, als Nina und ich losmachten. Nach dem Ableger sollten wir eine schöne Vorbeifahrt für die Videos hinlegen. Also erst einmal zurück, weiter in die Marina hinein, und dann majestätisch vorbeifahren … so war zumindest der Plan. Wegen Seitenwind (klassisches Manöver: Eindampfen…

6. Zielgerade

Die letzten Wochen vor Abfahrt. Entspannt ist anders.

5. Betsy in ihrer neuen schwarzen Unterwäsche

»Segler-Blogs sind doch alle weinerlich.« Axel Brandt Sagt mein Bruder (www.axelbrandt.de) und meint damit vor allem diesen Blog hier. Dabei kann ich ihm kein bisschen böse sein, weil er gerade meine neue Selbststeueranlage installiert hat (s.u.). Außerdem finde ich nicht, dass er Recht hat. Ich sehe auf Youtube immer nur tatkräftige schöne junge Menschen, die…

4. Über Navigation

Was an Navionics nervt (wenn man es noch nicht beherrscht); warum ein Leuchtturm Vorfahrt hat (auch wenn es nicht in den KVR steht)

3. Schon Februar!

Schon wieder zwei Monate vergangen, seit ich den letzten Eintrag geschrieben habe. Aber so ist das mit den Blogs – sind viel Arbeit. Aber schön. Im Dezember und Januar Elektronik besorgt, ein Smartphone, ein Tablet, Navionics [Segelsoftware], dazu mich eingearbeitet. Im Januar im Allgäu die bestellten Edelstahl-Arbeiten abgeholt, zwei Konsolen, um eine Art Badeplattform außen…

2. Nachtrag

Ende November zweites Projekt: Verlegen einer Seewasserversorgung. Aus einem ¾“-Schlauch hinter der Toilette [engl.: head im Yachtie-Jargon] soll Seewasser (das ohnehin für die Toilette angesaugt wird) entnommen und über zwei dünnere Schläuche zu einer Fußpumpe am WC-Waschtisch und einer zweiten, kräftigeren Pumpe an der Spüle in der Küche geleitet werden. Insgesamt sind wieder etwa sechs Meter Schlauch…

Vorbereitungen – 1. Eine Yacht in Holland

Die Suche Anfang Dezember ist keine besonders gute Zeit, um ein Boot zu besitzen. Es ist ungemütlich kalt, diesig, andauernd irgendwas zwischen Nebel und Nieselregen. Jahresendzeitstimmung und Stress: Weihnachten steht vor der Tür. Vielleicht ist es auch keine gute Zeit, um einen Blog zu beginnen. Anfang November kam das Boot aus dem Wasser, nach fast…